Vorfahren vor 1800
als Rarität
von Josef Rietveld
KURIER, 24.8.2009
Das Werk ist vollbracht - mit diesen staatstragenden
Worten gab Genealoge Felix Gundacker per eMail bekannt, dass die
KURIER-Ahnen-Aktion abgeschlossen ist. Zur Erinnerung: Gundacker
recherchierte ab 12. August 2008 kostenlos die Wiener Familiengeschichte
von 167 Lesern.
Nach erfolgter Recherche gab es für die Teilnehmer einen Stammbaum, der
sowohl Berufsbezeichnung als auch Herkunftsland und Gemeinde angibt. Die
Forschungen waren auf den Zeitraum bis 1800 oder den Zeitpunkt der
Zuwanderung der Vorfahren nach Wien beschränkt.
Vor allem KURIER-Leserinnen hatten Interesse an ihren Vorfahren. 64
Prozent aller Probanden waren Frauen.
Ämterlauf: Für die KURIER-Aktion musste der Ahnenforscher einige Kilometer
abspulen. Geforscht wurde in der Gebärklinik der Alservorstadt, in den
Zivil-Einträgen des Magistrates, in vier verschiedenen evangelischen und
in 79 katholischen Pfarren des heutigen Wiener Stadtgebietes. Bei
insgesamt 780 Besuchen in diesen Ämtern wurden rund 2000 Einträge
eingesehen, fotografiert und transkribiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass Wien die Stadt des permanenten Zuzugs ist und
war.
"Es sind wohl nur zwei bis drei Prozent der Wiener, die in Wien Vorfahren
vor dem Jahr 1800 vorweisen können", sagt Gundacker."
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